9.05.03 Benutzungsordnung für die städtischen Sportplatzanlagen und deren Einrichtungen

Vom 25. Juli 1977 in der Fassung der ersten Änderung vom 23. September 2002

1.

Die städtischen Sportplatzanlagen und deren Einrichtungen werden vom Sportamt verwaltet. Den Anordnungen des Sportamtes und seiner Aufsichtskräfte haben alle Benutzer unverzüglich nachzukommen.
 
Die Anlagen und deren Einrichtungen stehen den Schulen
 
montags bis freitags von 8 bis 17 Uhr
sonnabends von 8 bis 13 Uhr
 
allen sporttreibenden Vereinen, Verbänden, Betriebsgruppen und Jugendgruppen
 
montags bis freitags von 17.30 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit,
 
der nicht organisierten Jugend an bestimmten Nachmittagen unter Beaufsichtigung
 
zu sportlichen Übungszwecken bzw. Veranstaltungen zur Verfügung. An Sonnabenden und Sonntagen können andere Benutzungszeiten mit dem Sportamt vereinbart werden.
 
Das Aue-Stadion kann nicht zu Übungszwecken zur Verfügung gestellt werden. Ausnahmen sind nur in begründeten Fällen möglich.
 

2.

Über jede Benutzung einer städtischen Sportplatzanlage ist vor der Inanspruchnahme eine schriftliche Vereinbarung zwischen der Stadt Kassel, vertreten durch den Magistrat, und dem Veranstalter abzuschließen.
 
Anträge auf Abschluß einer solchen Vereinbarung sind rechtzeitig vor der Inanspruchnahme schriftlich beim Sportamt einzureichen. Bei größeren Veranstaltungen muß der Antrag mindestens zehn Tage vorher, bei Dauerbenutzung bis zum 15. März des betreffenden Jahres vorliegen.
 
Über die Überlassung der städtischen Sportplatzanlagen und deren Einrichtungen für andere als sportliche Veranstaltungen entscheidet der zuständige Dezernent.
 

3.

Die Herrichtung des Platzes übernimmt das Sportamt.
 
Für einen ausreichenden Sanitätsdienst hat der Veranstalter zu sorgen.
 
Eine Bewirtschaftung der Sportplatzanlagen ist, soweit es sich nicht um konzessionierte Gaststätten handelt, nur durch Verkaufsstände zulässig, die aus Anlaß einer bestimmten Veranstaltung im Freien aufgestellt und nach Beendigung der betreffenden Veranstaltung wieder abgeräumt werden; die Genehmigung zu der Aufstellung ist beim Ordnungsamt der Stadt Kassel zu beantragen.
 

4.

Für den reibungslosen Ablauf der Veranstaltungen ist der Veranstalter verantwortlich.
 
Für jede Inanspruchnahme hat der Veranstalter einen verantwortlichen Leiter einzusetzen, der für einen ausreichenden Ordnungsdienst und für eine ordentliche Wahrnehmung der Kassengeschäfte zu sorgen hat. Der einzusetzende Leiter des Ordnungsdienstes muß für den Leiter des polizeilichen Aufsichtsdienstes jederzeit erreichbar sein.
 
Die vom Sportamt und der Polizei erlassenen Anordnungen haben der Veranstalter und seine Organe genau einzuhalten.
 

5.

Fahrzeuge aller Art sind auf den vorgesehenen Parkplätzen abzustellen. An Übungstagen können Fahrräder in die Sportplatzanlagen nur mitgenommen werden, sofern besondere Abstellvorrichtungen vorhanden sind. Ausgenommen von diesem Verbot sind Versorgungs-, Sanitäts- und Polizeifahrzeuge sowie, im Einvernehmen mit dem Sportamt, Übertragungswagen.

6.

Werbungen aller Art, sowie die Benutzung der Lautsprecheranlagen, sind nur mit Genehmigung des Sportamtes gestattet.

7.

Für die Benutzung der Sportplatzanlagen und ihrer Einrichtungen sind Entgelte gemäß der Tarifordnung für die Benutzung der städtischen Sportplatzanlagen und deren Einrichtungen vom 5. September 1960 in ihrer jeweils gültigen Fassung zu zahlen.

8.

Alle Benutzer der Sportplatzanlagen sind verpflichtet, Ordnung und Sauberkeit auf den Anlagen und in den Umkleideräumen zu wahren und die Einrichtungen zu schonen.
 
Vereinsmitglieder müssen sich auf Verlangen über ihre Mitgliedschaft ausweisen.
 

9.

Aus besonderen Gründen kann das Sportamt die Anlagen vorübergehend für die Benutzung sperren.
 
Für Wurfübungen sind während der Trainingsstunden nicht die Hauptplätze, sondern die vorhandenen Nebenplätze zu benutzen.
 
Sportrasenflächen und Laufbahnen dürfen nur in Sportbekleidung benutzt werden. Andere Grünanlagen, wie Gehölzpflanzungen und Rasenanlagen, dürfen nicht betreten werden, Nagelschuhe dürfen nur auf Sprung- und Laufbahnen getragen werden.
 

10.


Die Spiel- und Sportgeräte werden den Übungsleitern von dem Platzwart ausgehändigt und sind nach der Benutzung alsbald zurückzugeben.
 
Bei Ballspielen sind die Bälle von dem Veranstalter zu stellen. Das gleiche gilt bei leichtathletischen Veranstaltungen für Startnummern, Startpistolen und Munition, Stoppuhren, Stabhochsprungstangen und Bandmaße.
 
Für beschädigte und nicht abgelieferte Geräte hat der Benutzer gleichwertigen Ersatz zu leisten.
 

11.

Die Umkleideräume werden von dem Platzwart zugewiesen. Bade- und Waschvorrichtungen sind pfleglich zu behandeln.
 
Es ist nicht gestattet:

 
a) in den Umkleide- und Baderäumen zu rauchen,
b) sich auf den Platzanlagen umzukleiden.
 
Ausnahmen bedürfen der Genehmigung des Sportamtes.
 
Für abhandengekommenes Eigentum haftet die Stadt nicht.
 

12.

Für alle Beschädigungen oder Verunreinigungen der Sportplatzanlagen und deren Einrichtungen haften die Veranstalter bzw. Benutzer.
 
Die Stadt haftet für Unfälle, Schäden und Verluste nur dann, wenn die Geschädigten nachweisen, daß die von der Stadt mit der Verwaltung und Beaufsichtigung der Platzanlagen und deren Einrichtungen beauftragten Personen ein Verschulden trifft.
 

13.

Verstöße gegen die Benutzungsordnung oder Vereinbarungen (vgl. Ziffer 2 Abs. 1) berechtigen das Sportamt, die Genehmigung zur Benutzung der Sportplatzanlage und deren Einrichtungen zu entziehen.
 
Das gleiche gilt für Veranstalter, die mit der Zahlung der Gebühren in Rückstand sind.
 

14.

Es sind in Kraft getreten:

Benutzungsordnung vom 25. Juli 1977 am 6. August 1977
Erste Änderung vom 23. September 2002 am 12. Oktober 2002