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Geflügelpest/Vogelgrippe (Aviäre Influenza)

Beschreibung der Leistung

 

Die Aviäre Influenza ist eine für Geflügel und andere Vögel hochgradig ansteckende Viruserkrankung, die in Geflügelbeständen schnell epidemische Ausmaße annehmen kann. Wildvögel gelten als Virusreservoir. 


Zur aktuellen Lage der Vogelgrippe/ Geflügelpest:


Vollständige Aufhebung der Stallpflicht auch im Risikogebiet, Aufhebung der Verbote bzw. Beschränkungen von Geflügel-/ Vogelbörsen, -märkten und -ausstellungen

Das aktuelle Geflügelpestgeschehen bei Wildvögeln in Hessen ist weiterhin rückläufig; der letzte infizierte Wildvogel wurde am 28. März 2017 aufgefunden. Infolge der zunehmenden Inaktivierung des Vogelgrippevirus durch höhere Tagestemperaturen und UV-Strahlung sowie im Hinblick auf den weitestgehend abgeschlossenen Frühjahrsvogelzug ist der Infektionsdruck vermindert.

Auch durch den deutlichen Rückgang der bundesweiten Geflügelpestausbrüche hat sich die Seuchenlage so weit entspannt, dass die für das Risikogebiet noch geltenden Schutzmaßnahmen, einschließlich der Verbote bzw. Beschränkungen von Geflügel-/ Vogelbörsen, -märkten und-ausstellungen, vollständig aufgehoben werden können. Mit Wirkung vom 27. April 2017 werden daher die für das Risikogebiet noch geltende Stallpflicht sowie die Restriktionen für Geflügel- bzw. Vogelbörsen/ -ausstellungen aufgehoben, die mit Allgemeinverfügung vom 23. März 2017 angeordnet worden waren.

Der Vogelgrippeerreger ist allerdings immer noch präsent und kann auch wieder aktiv werden. Daher ist weiterhin die konsequente Einhaltung von Biosicherheitsmaßnahmen in allen Geflügelhaltungen erforderlich (s. auch Merkblatt), so insbesondere:

  • regelmäßige Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen
  • Zutrittsbeschränkungen
  • wildvogelgeschützte Fütterung und entsprechende Futter-/Einstreulagerung
  • keine Tränkung mit Oberflächenwasser

 


 

Auf dieser Seite finden Sie Informationen

für die Öffentlichkeit (Bürger / Verbraucher)
für Geflügelhalter



Informationen für die Öffentlichkeit:

 

Ist das Virus auf den Menschen übertragbar?

Laut dem Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) sind bislang weltweit keine Infektionen des Menschen mit HPAIV H5N8 Viren bekannt geworden. Es gibt Hinweise, dass sich das Virus - das bereits in den vergangenen Jahren in Deutschland nachgewiesen wurde, so z.B. in 2014 - verändert hat. Für Wasservögel scheint es gefährlicher geworden zu sein.
Beim Umgang mit potentiell infiziertem Geflügel und Wildvögeln - insbesondere Wasservögeln - sind erhöhte Schutzmaßnahmen einzuhalten (kein direkter Kontakt). 


Ist es gefährlich, Geflügelprodukte zu verzehren?

Eine Übertragung des Erregers H5N8 über kontaminierte Lebensmittel ist theoretisch denkbar, jedoch unwahrscheinlich - insbesondere wenn eine ausreichende Durcherhitzung stattfindet (Kerntemperatur von über 70°C für mehrere Minuten).

Da eine Übertragung nie völlig ausgeschlossen werden kann, sind die generellen Hygiene- und Schutzmaßnahmen beim Umgang mit rohem Geflügelfleisch und Geflügelfleischprodukten konsequent einzuhalten.

Welche das sind, lesen Sie hier:

 

Welche vorbeugenden Maßnahmen sollten Sie in jedem Fall berücksichtigen?

In Deutschland gibt es derzeit keine konkreten Hinweise auf eine Gefährdung des Menschen durch das Vogelgrippevirus H5N8!
Dennoch sollten grundsätzliche Hygienemaßnahmen beachtet werden. Vermeiden Sie es, tote Vögel ohne Handschuhe anzufassen. Im Falle von toten Wasservögeln sollte grundsätzlich jeder direkte Kontakt vermieden werden. Sollten Sie versehentlich Kontakt mit Vogelkot oder Vogelfedern haben, ist es wichtig, sich danach die Hände gründlich mit Seife zu waschen. Dies trifft natürlich auch auf Kinder zu, die im Freien Kontakt zu Vögeln, Vogelfedern oder Vogelkot hatten.


Was ist beim Auffinden toter Vögel zu tun?

Gemeldet werden sollen dem Amt Lebensmittelüberwachung und Tiergesundheit (Telefon: 0561/787-3336, veterinaer@kassel.de, außerhalb der Dienstzeiten: Leitstelle der Feuerwehr: Telefon: 0561/78840) Funde toter Wildvögel, insbesondere von Wasservögeln. Tiere mit erhöhtem Risiko wie z.B. tote Wasservögel sollen nicht angefasst werden.

Geflügelhalter sind verpflichtet, verdächtige Symptome - insbesondere aber plötzlich auftretende erhöhte Sterblichkeitsraten in ihren Beständen - beim Veterinäramt zu melden. 


Besteht die Gefahr, dass bei Reisen außerhalb der EU die Vogelgrippe ver- oder eingeschleppt wird?

Die Aviäre Influenza ist eine für Geflügel und andere Vögel hochgradig ansteckende Viruserkrankung, die in Geflügelbeständen schnell epidemische Ausmaße annehmen kann. Einige besonders pathogene Erregerstämme können auch für Menschen gefährlich sein. Reisen in Länder außerhalb der Europäischen Union bergen die Gefahr, die Aviäre Influenza weiterzuverbreiten.


Weitere Informationen


 

  


Informationen für Geflügelhalter:

Merkblätter:



Halter von Geflügel müssen dies beim Veterinäramt anzeigen

Das Amt für Lebensmittelüberwachung und Tiergesundheit der Stadt Kassel weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Halter von Hühnern, Enten, Gänsen, Fasanen, Perlhühnern, Rebhühnern, Tauben, Truthühnern, Wachteln oder Laufvögeln verpflichtet sind, dies dem Amt mitzuteilen. Hierbei handelt es sich um eine grundsätzliche Verpflichtung, die unabhängig vom aktuellen Vogelgrippe-Geschehen besteht und alle Geflügelhalter betrifft, also nicht nur diejenigen im Risikogebiet der Stadt Kassel.

Halter, die dieser Verpflichtung noch nicht nachgekommen sind, werden aufgefordert, dies nachzuholen. Erforderlich sind der Name des Halters, seine Anschrift und die Anzahl der im Jahresdurchschnitt voraussichtlich gehaltenen Tiere, ihre Nutzungsart und ihr Standort.

Geflügelhalter sind verpflichtet, verdächtige Symptome - insbesondere aber plötzlich auftretende erhöhte Sterblichkeitsraten in ihren Beständen - beim Veterinäramt zu melden.


Kontakt:
Amt Lebensmittelüberwachung und Tiergesundheit
Kurt-Schumacher-Str. 31, 34117 Kassel
Telefon: 0561/787-3336, Fax: 0561/787-3335, Mail:
veterinaer@kassel.de

Hinweis: Das Amt Lebensmittelüberwachung und Tiergesundheit ist nur für das Stadtgebiet Kassel zuständig.

Geflügelhalter im Landkreis Kassel, Werra-Meißner-Kreis oder Schwalm-Eder-Kreis wenden sich bitte an das Veterinäramt ihres Landkreises.

 

 

Biosicherheitsmaßnahmen
Hierunter werden alle Vorsichtsmaßnahmen verstanden, die einerseits den Eintrag gefährlicher Tierseuchenerreger aus der Umwelt erschweren und andererseits eine Weiterverbreitung aus bereits infizierten Betrieben unterbinden sollen.

Was heißt Aufstallung (Stallpflicht) konkret?

Konkret heißt das: Hühner, Truthühner, Perlhühner, Rebhühner, Fasane, Laufvögel, Wachteln, Enten oder Gänse müssen in geschlossenen Ställen oder in Schutzvorrichtungen gehalten werden. Diese müssen nach oben gesichert (überstehende dichte Abdeckung) und insgesamt so beschaffen sein, dass Wildvögel nicht eindringen können.


 

Was Halter von kleinen Geflügelbeständen ab heute (21.11.2016) zu beachten haben - Eilverordnung des BMEL über Schutzmaßregeln in kleinen Geflügelhaltungen

Das Risiko bezüglich des Auftretens des Vogelgrippevirus H5N8 wurde seitens des Bundesforschungsinstitutes für Tiergesundheit (FLI) am 18.11.2016 neu bewertet. Das FLI kommt zu dem Schluss, dass von einem hohen Eintragsrisiko in Nutzgeflügelbestände durch direkte und indirekte Kontakte zwischen Wildvögeln und Nutzgeflügel auszugehen ist, insbesondere bei Haltungen in der Nähe von Wasservogelrast- und Wildvogelsammelplätzen, einschließlich Ackerflächen, auf denen sich Wildvögel sammeln.


Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat deshalb eine Eilverordnung erlassen, die am 21.11.2016 in Kraft tritt.

Danach haben alle Geflügelhalter, auch kleinere und auch diejenigen außerhalb des Risikogebietes,  bis auf weiteres im Grundsatz folgende (Biosicherheits-)Maßnahmen umzusetzen

  • Führung eines Bestandsregisters (siehe Muster)
  • Schutz der Geflügelhaltung gegen unbefugten Zutritt/ unbefugtes Befahren (d. h. Einschränkung des Personen- und Fahrzeugverkehrs)
  • Zutritt zur Geflügelhaltung durch betriebsfremde Personen nur mit betriebseigener Schutzkleidung (z. B. Einwegkleidung/ -overall). Verbleib der gebrauchten Schutzkleidung im Betrieb zur unverzüglichen Desinfektion bzw. unschädlichen Beseitigung (Einwegkleidung) 
  • Bereithalten einer funktionsfähigen Handwascheinrichtung und Desinfektionsmöglichkeit für Schuhe

„MERKBLATT DES FLI – SCHUTZMAßNAHMEN GEGEN DIE GEFLÜGELPEST IN KLEINHALTUNGEN"

Mit dem nachstehenden Merkblatt empfiehlt das Friedrich-Loeffler-Institut weitere Schutzmaßnahmen gegen eine Verschleppung der Geflügelpest. Bitte beachten Sie, dass einige der aufgeführten Empfehlungen mittlerweile bereits verbindliche Verpflichtungen sind, deren Missachtung mit hohen Bußgeldern geahndet werden kann. Hierzu gehören:

1. In der Stadt Kassel gilt für alle Geflügelhaltungen im Risikogebiet verbindlich die Aufstallungspflicht

2. Nach der Eilverordnung des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMEL) vom 18. 11.2016 ist  außerdem für alle Geflügelhaltungen verbindlich vorgeschrieben:

  • Schutz der Geflügelhaltung gegen unbefugten Zutritt/ unbefugtes Befahren, d. h. Einschränkung des Personen- und Fahrzeugverkehrs, Fernhalten von Hunden und Katzen
  • Zutritt zur Geflügelhaltung durch betriebsfremde Personen nur mit betriebseigener Schutzkleidung (z. B. Einwegkleidung/ -overall). Verbleib der gebrauchten Schutzkleidung im Betrieb zur unverzüglichen Desinfektion bzw. unschädlichen Beseitigung (Einwegkleidung in geschlossene Restmülltonne)
  • Betreten und Verlassen des Stalles bzw. der Haltungseinrichtung nur über Desinfektionsmatten/ –wannen mit geeignetem Desinfektionsmittel (z. B. Vennovet 1%ig, Germicidan, Virkon S oder Virocid), Bereithaltung und Nutzung  einer Handwascheinrichtung (Seife, Einmalhandtücher)

 


weitere Merkblätter:

Welche rechtlichen Grundlagen sind zu beachten?

Wer ist für Sie zuständig?


Kontakt:
Amt Lebensmittelüberwachung und Tiergesundheit, Kurt-Schumacher-Str. 31, 34117 Kassel
Telefon: 0561/787-3336, Fax: 0561/787-3335, Mail: veterinaer@kassel.de

Außerhalb der normalen Dienstzeiten:
Leitstelle der Feuerwehr: Telefon: 0561/78840

Hinweis: Das Amt Lebensmittelüberwachung und Tiergesundheit ist nur für das Stadtgebiet Kassel zuständig.

Geflügelhalter im Landkreis Kassel, Werra-Meißner-Kreis oder Schwalm-Eder-Kreis wenden sich bitte an das Veterinäramt ihres Landkreises.

 

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