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FSME und Borreliose durch Zeckenbisse

Beschreibung der Leistung

Die häufigsten von Zecken übertragenen Krankheiten sind die Frühsommer-Meningoencephalitis (FSME) und die Borreliose.

FSME

In Kassel und Umgebung sind bisher keine Fälle einer Übertragung einer FSME durch Zecken bekannt geworden. Die nächsten Herde mit wenigen Erkrankungen sind der Kreis Marburg-Biedenkopf und der Odenwald. Bei einer Reise in ein Gebiet mit erhöhtem Ansteckungsrisiko ( z.B. Süddeutschland, Schwarzwald, Österreich) und bei dortigem Aufenthalt in der Natur kann eine rechtzeitige FSME-Impfung sinnvoll sein. Ein Abgleich Ihres Reisezieles mit den aktuellen Verbreitungskarten ist beispielsweise in der Reisemedizinischen Beratung des Gesundheitsamtes (Tel. 0561 / 1003-1968) möglich.

Borreliose

Die sogenannte Lyme-Borreliose ist die häufigste durch Zecken übertragene Erkrankung in Europa. Bis zum einem Drittel der Zecken sind mit Borrelien befallen. Der Stich einer borrelienhaltigen Zecke führt bei 20-30% der Betroffenen zur einer im Blut nachweisbaren Infektion. Eine Ansteckung erfolgt meist zwischen März und Oktober, am häufigsten jedoch in den Monaten Juni und Juli. Sicher geschützt ist man nur bei Frost und Schneefall.

Vorkommen

Eine Infektionsgefährdung ist in ganz Deutschland gegeben.

Inkubationszeit

Die Zeit zwischen Stich und erstem Auftreten von Symptomen kann zwischen Tagen bis Wochen im Stadium 1, Wochen bis Monate im Stadium 2 und Monate bis Jahre im Stadium 3 variieren.

Klinische Symptomatik

Die Symptomatik der Borreliose ist außerordentlich vielgestaltig. Eine spontane Ausheilung ist in jedem Krankheitsstadium möglich.

Stadium 1

Die typische Erscheinung ist das Erythema chronicum migrans (Wanderröte). Tage bis Wochen nach einem Zeckenstich entsteht an der Stelle des Stichs eine scharf abgegrenzte, schmerzlose, sich ausbreitende Rötung. In diesem Stadium können auch allgemeine Erscheinungen wie Fieber, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen und Lymphknotenschwellungen vorkommen.

Stadium 2

Das Leitsymptom des Stadiums 2 ist eine Entzündung der Hirnhäute und der Nerven. Es bestehen von den Nervenwurzeln ausgehende Schmerzen, oft in der Nähe der ursprünglichen Zeckenstichstelle. In der Mehrzahl der Fälle werden in diesem Stadium auch Lähmungen beobachtet. Auch Ausfälle der empfindlichen Nerven können auftreten. Nicht selten sind Hirnnerven und hier besonders die Gesichtsnerven betroffen. Selten gibt es eine Beteiligung des Herzens.

Stadium 3

Monate bis Jahre nach der Infektion können Gelenkentzündungen auftreten. Diese zeigen sich am häufigsten an den Kniegelenken seltener an Sprunggelenken, Ellenbogen, Fingern, Zehen und Handwurzelgelenken. Auch kann es in diesem Stadium zu Veränderungen der Haut kommen.

Diagnose

Wenn aufgrund einer Untersuchung der Verdacht auf eine Borreliose besteht, sollte eine Blutuntersuchung auf Borrelien-Antikörper durch einen hierin erfahrenen Arzt erfolgen. Da jedoch viele Menschen Antikörper haben ohne erkrankt zu sein, gehören entsprechende körperliche Untersuchungsbefunde zwingend zur Diagnose hinzu.

Entfernte Zecken kann man (auf eigene Kosten) auf Borrelien untersuchen lassen.

Therapie

Eine Therapie ist in der Frühphase der Infektion am erfolgreichsten. Generelle Antibiotikagaben nach Zeckenstich werden nicht empfohlen. Eine Therapiedauer zwischen 2 und 4 Wochen je nach Stadium ist in jedem Falle ausreichend um den Erreger abzutöten. Bereits bestehende Nervenschäden können hierdurch jedoch nicht rückgängig gemacht werden, die Erkrankung kann nur im jeweiligen Stadium gestoppt werden.

Krankheitsverhütung

Die Gefahr von einer Zecke gestochen zu werden besteht bei Aufenthalten im Freien mit Kontakt zu bodennahen Pflanzen (Hohes Gras, Kraut, Farne, Sträucher). Körperbedeckende Kleidung wie lange Hosen, langärmlige Hemden und festes Schuhwerk können das Risiko erheblich verringern. Insektenabwehrende Mittel wirken teilweise auch gegen Zecken. Nach einem Aufenthalt im Freien sollte vor allem bei Kindern der Körper sorgfältig nach Zecken abgesucht werden.

Wenn eine Zecke entdeckt wird ist das wichtigste, diese umgehend zu entfernen und die Wunde zu desinfizieren. Der Zeckenkörper darf nicht gequetscht werden, die Zecke darf weder mit Öl noch mit Kleber betropft werden. Die Zecke kann von der Haut abgehebelt werden. Erwachsene, größere Zecken dürfen nur am Kopf mit einer sehr feinen Pinzette gefasst und herausgezogen werden. Die häufig erhältlichen Zeckenzangen sind hier viel zu grob da sie die Zecke zerquetschen. Das Tier sollte immer nur gerade herausgezogen und nicht etwa gedreht werden. Sollte trotz vorsichtigem herausziehen das Stichorgan in der Haut verbleiben so erhöht dies nicht das Risiko der Borrelien-Infektion.

Jeder Zeckenstich sollte Anlass sein den Tetanusschutz zu überprüfen.

Wenn in den Tagen nach dem Zeckenstich eine Wanderröte oder andere unklare Symptome auftreten, sollte ein Arzt aufgesucht werden. 

Welche Formulare werden benötigt?


Was kostet die Dienstleistung?

Die Impfung ist kostenpflichtig. Bitte informieren Sie sich bei den zuständigen Mitarbeiterinnen oder Mitarbeitern.

Wo finden Sie uns?

Institution:Gesundheitsamt Region Kassel
Anschrift: Wilhelmshöher Allee 19-21
34117 Kassel
ÖPNV: Fahrplanauskunft
Stadtplan:Lage im Stadtplan

Wie sind die Öffnungszeiten?


(telefonische Erreichbarkeit)

Montag: 8.00 - 16.00 Uhr
Dienstag: 8.00 - 16.00 Uhr
Mittwoch: 8.00 - 16.00 Uhr
Donnerstag: 8.00 - 16.00 Uhr
Freitag: 8.00 - 12.30 Uhr

Sprechzeiten:

Dienstag: 8.30 - 12.30 Uhr
Donnerstag: 8.30 - 12.30 Uhr und 13.30 - 17.00 Uhr
Freitag: 8.30 - 12.30 Uhr

Was ist noch wichtig?

Im Internet erhalten Sie über die Borreliose Selbsthilfegruppe Kassel – Stadt & Land e. V. mehr Informationen.

Wer ist für Sie zuständig?


Frau Tanja Aue
Zimmer: 2.10
Telefon: 0561 / 1003-1960
Telefax: 0561 / 1003-1913
E-Mail: tanja.aue@kassel.de

Frau Ina Rübin
Zimmer: 2.10
Telefon: 0561 / 1003-1961
Telefax: 0561 / 1003-1913
E-Mail: ina.ruebin@kassel.de

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