EHEC

Inkubationszeit

ein bis drei Tage, auch bis zu acht Tagen

Krankheitsbilder

Die Infektion führt häufig nur zu leichten Erkrankungen oder sogar asymptomatischer Ausscheidung. Vollbild der Erkrankung: wässrige Durchfälle, die zunehmend wässrig-blutig werden. Übel­keit, Erbrechen, Bauchschmerzen, selten Fieber.

Schwere Verlaufsform (10 bis 20 % der Erkrankten): hämorrhagische Colitis mit Leib­schmerzen, blutigem Stuhl, häufig mit Fieber.

Komplikationen

Hämolytisch-urämisches Syndrom (HUS): hämolytische Anämie, Nie­renversagen, thrombotische Mikroangiopathie mit Blutungsneigung. Thrombotisch-thrombozytopenische Purpura (TTP): Thrombozytopenie, Hautblutungen, hämolytische Anämie, neurologische Symptome.

Ausscheidung

Erregerausscheidung in der Regel für fünf bis zehn (bis 20) Tage, sie kann aber auch (besonders bei Kindern) über einen Monat betragen. Wochenlange Ausschei­dung bei klinisch unauffälligem Bild kommt in Einzelfällen vor.

Übertragung

Hauptreservoir sind Rinder und andere Wiederkäuer wie Schafe und Zie­gen. Andere Tiere (z. B. Schweine) können gelegentlich EHEC ausscheiden. Die Übertragung erfolgt in erster Linie über fäkal kontaminierte Lebensmittel, vor allem durch unzureichend gegartes Rindfleisch, Rohwurst, nicht pasteurisierte Milch, Rohmilch­produkte. Auch die direkte fäkal-orale Übertragung von Mensch zu Mensch sowie von Tier zu Mensch spielt eine Rolle.